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Happy Old Year!

Podcast

Das war’s dann endlich mit 2020. Geschafft! Und auch überlebt! Zeit zurückzublicken und ein Resümee zu ziehen. Natürlich wäre es ein leichtes das Virusjahr durch den Kakao zu ziehen. Bietet es doch mindestens so viel Angriffsfläche wie eine Silbereisen-Show oder eine Traumschiff-Folge. Aber das wäre zu einfach, zumal ich dankbar bin, dass derlei Formate von mir aktuell nicht mitfinanziert werden müssen, da ich krisenbedingt keine GEZ-Gebühren zahlen muss. Nur eines von vielen Beispielen dafür, dass 2020 nicht nur schlecht war.

Für meine ausländischen Leser: In Deutschland gibt es ein staatlich verordnetes TV-Programm, das gerne musikalisch im Retro-Stil untermalt wird. Für das Programm muss jeder monatliche Gebühren bezahlen, sogar wenn er kein TV-Gerät besitzt. Und dass obwohl die Spätfolgen des Programms, ähnlich wie bei einer Corona-Infektion, mit Geschmacksverlust einhergehen können.

Das Virus mag keine Raucher

Apropos Scheißgeschmack: Meine Geschmacksknospen haben kurz vor Weihnachten schlapp gemacht. Von heute auf morgen war meine Zunge ständig pelzig und alles schmeckte gleich. Also wieder mal testen für nichts und wieder nichts. Es war natürlich kein Corona. Im Ausschlussverfahren stellte sich schließlich heraus, dass weder mein übermäßiger Chili- noch Knoblauchgenuss schuld daran waren, sondern das Nikotin. Das ist ärgerlich, denn ich rauche gerne. Aber da der Zustand der Geschmacklosigkeit nichts ist, was man dieser Tage auf die leichte Schulter nehmen sollte, bin ich jetzt ein nichtrauchender Raucher. Corona hat mich somit meines letzten echten Lasters beraubt. Dafür zumindest ein halbherziges Dankeschön, Corona!

© Paul Zimmer

Meinem Portemonnaie tut die Nikotinabstinenz allemal gut. Die Pandemie hat mich wirtschaftlich ziemlich ausgehebelt. Das war nicht immer lustig, aber lehrte mich auch das Haushalten. Man muss nicht zwingend in teuren Biomärkten einkaufen, man kann auch mit Futter aus Discountern überleben. Ja, sogar Wein aus Kanistern läuft mittlerweile genauso gut runter wie aus Flachen. https://www.jacques.de/weine/1194/2019-le-cedre-rose-5-liter/?keywords=luberon

Bizarre Mutation: Vegane Nazis!

Zumal das den nervenschonenden Vorteil hat, dass man beim Einkaufen nicht ständig mit dieser neuen seltsamen Spezies, dem Vegan-Nazi, konfrontiert wird, die sich seit neuestem in Biomärkten rumtreiben. Warum Veganer und Nazis in Teilen fusioniert haben, erschließt sich mir noch immer noch nicht so wirklich. Das verbindente Element scheint wohl das Anderssein und die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit zu sein. Veganer erkennt man seit jeher daran, dass sie einem gerne ungefragt ihre Ernährungsgewohnheiten mitteilen. Sie missionieren einfach gerne.

Neo Nazis beim veganen Sturmhauben-Kochspaß in der „Balaclava Küche" auf Youtube.

Avocadolf  hat nichts kapiert

Dass Veganismus eigentlich eine zutiefst friedliche Angelegenheit ist, hat der Anführer der hiesigen Corona-Leugner nie kapiert. Im Herzen ist Attila Hillermann ein aggressiver kleiner Dönerfresser geblieben. Das sieht man auch an seinen Rezepten. Keine liebevollen Kreationen für Gemüseliebhaber, sondern aus Fleischersatz geformte Burger, Currywürste und Döner, die zwar das Fleisch auf dem Teller aber nicht im Herzen ersetzen.

Wer seine veganen Burger kritisiert, dem droht Attila gerne via Soziale Medien mit martialischen Posen.

Du bist, was du isst! Ein Sprichwort, das sich 2020 einmal mehr bewahrheitet hat. Fledermäuse sind einfach ungesund! Und wenn man sich Donald Trumps Ernährungsgewohnheiten anschaut, dann erklärt sich sein Geisteszustand völligst.

Trump soll kein großer Frühstücker sein, gönnt sich daher meist nur ein wenig Speck mit Ei.
Seine Zwischenmahlzeiten haben es dafür in sich: Trump bestellt üblicherweise zwei Big Macs, zwei Filet-o-Fish-Sandwiches, zwei Pommes und einen großen Schoko-Milkshake, wie zwei seiner Mitarbeiter verrieten. Gesamtvolumen: 2.500 Kalorien.
Das abgebildete KFC-Menü enthält 16 frittierte Hühnerteile plus Beilagen und reicht normal für eine Kleinfamilie. Außerdem immer an Bord der Trump Force One: Pizza, Chips und Schoko-Cremetorte.
Wasser trinkt der Alkoholabstinenzler nur in der Öffentlichkeit. Ansonsten sollen es zwölf Dosen Coca Cola Light am Tag sein.
Natürlich isst ein Narzisst sein Steak "Well Done". Furztrocken und knallhart muss es sein.

Dank Corona gibt’s künftig viel Eiscreme im Weißen Haus.

Und wenn demnächst im Weißen Haus Haferschleim anstatt Speck zum Frühstück serviert wird, dann ist das auch Corona zu danken. Ohne die Pandemie hätte Joe Biden die Wahl nicht gewonnen. Und ohne Haferschleim hätte der 78-jährige den Wahlkampf womöglich nicht durchgestanden. Er soll ihn zwar nur auf Drängen seiner Frau zu sich nehmen, aber immerhin. Ansonsten hat er mit gesunder Ernährung auch nicht viel am Hut, aber von Trumps Fastfood-Völlerei ist er meilenweit entfernt. Sein Laster: „Ich esse mehr Eis als drei beliebige andere Leute zusammen.”

Nach US-Maßstäben ist Biden der reinste Veganer.

Bidens Essgewohnheiten mögen uns zwar dennoch etwas schräg vorkommen, aber für amerikanische Verhältnisse sind Nachos, Hot Dogs, Bagels und Rührei mit Ketchup fast schon vegan. Zumal sein Leibgericht, Angel Hair Pomodoro (Spaghettini mit Tomaten) nach US-Maßstäben kaum exotischer sein könnte.

Ja, Joe ist sogar mal beim Gemüseessen erwischt worden, als er im Wahlkampf durch den Mittleren Westen tourte. Dafür fand er später sogar entschuldigende Worte: „Wenn man da ist, dann muss man das Zeug aufessen, was sie einem geben. Es ist hart, aber es ist so.“ Ja, es ist hart in USA zu leben. Und es ist hart solch ein durchgeknalltes Land zu regieren. Aber wenn Joe weiterhin auf seine Frau hört und jeden Morgen brav seinen Haferschleim aufisst, dann könnte das dem Weltfrieden zuträglich sein. Daher: Danke, Corona!

Und keine Sorge, Corona, auch wenn sie einen Impfstoff gegen dich entwickelt haben, wir werden dir erhalten bleiben. Impfen lassen können sich aktuell eh nur ein paar wenige Risikopatienten. Bleibt abzuwarten wer danach alles mitmacht. Würde mich nicht wundern, wenn der kleine Attila einer der ersten wäre.

Ein Vegankoch, der einen Porsche mit Ledersitzen fährt, der lässt sich auch gegen eine Krankheit impfen, die er verleugnet.

Wäre nicht minder absurd als das ganze Geschrei rund um den Biontech-Stoff. Erst wollte sich niemand impfen lassen und plötzlich beschweren sich alle, dass es ihnen nicht schnell genug geht. Der deutsche Gesundheitsminister hatte im Kollektiv mit der EU bei mehreren Pharmakonzernen Vakzine reserviert, nicht wissend, welcher zuerst auf den Markt kommen wird. Das kann man getrost als vernünftig und weitsichtig bezeichnen.

Der arme Jens Spahn: Was er macht, macht er falsch!

Dass jetzt ausgerechnet ein deutscher Hersteller das Rennen gemacht hat und wir davon nicht genug abbekommen, bekommt Jens Spahn gnadenlos um die Ohren gehauen. Sogar der Biontech-Chef Ugur Sahin kritisierte öffentlich, dass es dumm gewesen sei, nicht genügend von seinen kostbaren Tropfen zu ordern. Dass muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn mein Spirituosenhändler sich beschweren würde, dass ich zu wenig Stoff bei ihm einkaufen würde, würde er mich nie wiedersehen. Zum ersten Mal empfinde ich sowas wie Mitgefühl für Herrn Spahn. Der Arme, was er macht, macht er falsch.

Impfkater oder Impfschaden?

Trotzdem widerstrebt es mir Spahns Schlachtruf zu folgen, wonach wir uns alle bedenkenlos impfen lassen sollen und danach wieder alles gut sein wird. Eigentlich bin ich als Weltreisender nicht zögerlich in Sachen Impfen, aber die Ampullen, die ich mir bisher habe reinjagen lassen, waren zehn Jahre und nicht zehn Monate lang entwickelt worden. Ein kleinen Impfkater hatte ich trotzdem immer. Aber zumindest keinen bleibenden Impfschaden. Die gefährlichen Nebenwirkungen, wie z.B. Autoimmunreaktionen, können erst nach Jahren festgestellt werden. Auf derlei Risiken kann binnen zehn Monaten unmöglich getestet werden. Wenn man die Impfstoffanalyse im Arzneimittelbrief, einer Fachzeitschrift für Schulmediziner, liest, dann kommt man auch als Nicht-Vegan-Nazi ins Grübeln:  https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2020&S=85

Wenn sich selbst der Impfstoffentwickler nicht impfen lässt…

Da wundert es wenig, dass sich der Impfstoffentwickler Ugur Sahin hat nicht impfen lassen. Angeblich, weil er warten will, bis er an der Reihe ist. Ist klar. Der Mann weiß ganz genau was er tut. So genau, dass Biontech zu Jahresbeginn plötzlich bekannt gab einen Impfstoffansatz gegen Autoimmunkrankheiten gefunden zu haben, mit dem man sich gegen MS schützen kann. Man kann von Attilas Landsmann halten was man will, aber er scheint ein schlaues und gründliches Kerlchen zu sein.

Und wenn was schiefläuft, haftet ohnehin nicht sein Konzern, sondern der Staat. Das ist Vertragsbedingung aller Impfstoffhersteller für die einkaufenden Staaten, weil ihren Versicherern das Risiko zu groß ist, für Impfschäden aufzukommen, die erst Jahre später auftreten. Ja, so sehr vertrauen die Jungs in ihre eigenen Produkte.

Wie gut nur, dass ich anscheinend eh gegen das Virus immun bin. Ich habe seit Pandemiebeginn ein halbes Dutzend Covid-Infektionen durchlaufen. Und ich habe sie alle überlebt. Meine Tests waren zwar alle negativ, aber wer glaubt schon an Tests? Wer glaubt schon ans Impfen? Wer glaubt überhaupt noch an irgendwas? Ich bin verwirrt. Wie schön wäre es jetzt eine zu qualmen. Vielleicht sollte ich einfach wieder anfangen.

© Paul Zimmer

3 Kommentare

  1. Doris Kammergruber Doris Kammergruber

    Sehr spritzig verfasst, da konnte ich mal wieder schmunzeln.
    So und nun ruf die Arbeit.😊Doris

    • Anett Reibig Anett Reibig

      Supi, danke lieber Armin, hab mich mal wieder amüsiert. LG Anett

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