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Der Büffel ist los

Podcast

Man stelle sich vor Weihnachten, Silvester und Ostern fallen zusammen und multipliziere die Freude darüber mal drei, dann hat man in etwa eine Vorstellung davon was in China in den letzten beiden Wochen abging. Sie feierten das Frühlingsfest, das mit dem Start des neuen Mondjahres (12.02.) eingeläutet wurde und mit dem Laternenfest (26.02.) endet. Für viele ist es der einzige Urlaub im Jahr und da rund ein Viertel der Chinesen beruflich bedingt fernab ihres Geburtsortes leben, ist es für sie die einzige Gelegenheit im Jahr ihre Familien zu besuchen. Wegen der Quarantänebestimmungen in einigen Regionen des Landes, waren in diesem Jahr zwar nur 100 anstatt 400 Millionen Chinesen auf der Rolle, aber das tat der Feierlaune des Volkes trotzdem keinen Abbruch. 

So sehen Bahnhöfe aus, wenn nur 100 Millionen verreisen.

Chinesen lassen sich das Geldausgeben von Corona nicht vermiesen.

660 Millionen Pakete mit Geschenken für die Verwandtschaft wurden versandt. Onlinekaufhäuser wie Tabao oder Alibaba verzeichneten daher Umsatzrekorde. Die Restaurants genauso. Über 100 Milliarden Euro wurden allein während der ersten Woche des neuen Mondjahres in der Gastronomie ausgegeben. Der lokale Städte-Tourismus erfuhr eine Umsatzsteigerung von 700 Prozent. Knapp 1,5 Milliarden Euro wurden in den Kinos des Landes ausgegeben, die, dank der größten Filmstudios der Welt, auch ohne Hollywood-Nachschub gut klarkommen. Das internationale Box Office-Ranking wird derzeit von sieben chinesischen Produktionen angeführt. Kurzum, die Chinesen lassen sich das Geldausgeben von Corona nicht vermiesen.

„Hi, Mom“ und „Detective Chinatown 3” spielten 500 Millionen Euro während des Frühlingsfestes ein.

Das Jahr des Metall-Büffels verheißt Glück im Job und in der Liebe.

Die Wirtschaft boomt. Wohl auch weil sie wissen, dass es im Jahr des Metall-Büffels sicher aufwärts gehen wird. Im chinesischen Tierkreiszeichen gilt der Büffel als sehr fleißig und diszipliniert. Er ist freundlich, kann viel schultern und arbeitet härter als alle anderen. Man prophezeit daher ein glückliches und erfolgreiches 2021. Gut um das Liebesleben neu zu ordnen, aber auch um Geschäfte zu machen. Ein Jahr, in dem wir zwar viel mehr Druck und Verantwortung spüren werden, aber zugleich auch ein Jahr, in dem jeder, der richtig hart arbeitet, finanziell sehr erfolgreich sein kann. Und da hartes Arbeiten eine der urtypischsten Eigenschaften des gemeinen Chinesen ist, rennt man mit solchen Prophezeiung bei ihnen offene Türen ein.

https://www.chinesezodiacsecrets.com/chinese-horoscope-2021-year-of-the-ox/

Keine Katastrophen im Büffel-Jahr.

Hinzu kommt, dass es im Jahr des gutmütigen Büffels üblicherweise keine größeren katastrophalen Ereignisse gibt und es somit ein günstiges Jahr für die wirtschaftliche Erholung ist. Tatsächlich gab es im letzten Büffel-Jahr, 2009, weltweit „nur“ 15.000 Katastrophen-Tote. Wogegen das Jahr der Metall-Ratte nicht nur 2020, sondern auch im letzten Zyklus, 2008, für viel Ungemach gesorgt hatte. Die UNO erklärte das Ratten-Jahr damals zum „schrecklichen Jahr der Naturkatastrophen“. 250.000 Tote weltweit, 70.000 allein beim großen Erdbeben von Szechuan. 214 Millionen Menschen rund um den Globus waren existenziell betroffen. Das lässt hoffen, zumal wir ja katstrophentechnisch für die nächsten elf Jahre locker bedient sind.

Story of the Ox

Drachen können 2021 richtig abheben.

Für Menschen wie mich, die im Tierkreiszeichen des Drachens geboren sind, sollen sich im Büffel-Jahr sogar besonders unglaubliche Möglichkeiten bieten. Drachen sollen riesige Gewinne erzielen können, solange sie die sich bietenden Gelegenheiten auch wirklich nutzen.

Alles ist möglich, auch Wäschefotos.

Meine erste Gelegenheit, just am Neujahrstag, war ein Job als Unterwäsche-Model. So etwas hätte ich im letzten Jahr noch kategorisch abgelehnt bzw. sowas bietet man mir gewöhnlich auch nicht an. Ich bewerbe gelegentlich Schnaps, Zigarren, Autos oder Rasenmäher, aber Unterwäsche gibt meine Wampe einfach nicht her. Den Kunden störte das nicht. Seine Schlüpfer werden in einem Katalog angeboten, der es mit Corona-Bäuchen nicht so genau nimmt. Die Zielgruppe sind Senioren 65plus. Ja, als hartarbeitender Halbchinese darf man sich nicht genieren neue Wege zu gehen, um finanziell erfolgreich zu sein.

Arbeiten wie ein Büffel fällt dem Drachen leicht.

Die Jugend zeigt Corona den Stinkefinger.

Auch bei uns steht das Frühlingsfest vor der Tür. Erster Vorbote waren die vielen Bierflaschen auf meiner Laufstrecke entlang der Isar, die meine Runde bereits am frühen Morgen in einen Hindernis-Parcours verwandelten. Da hatten es in der Nacht zuvor wohl ein paar Youngsters ordentlich krachen lassen. Im Supermarkt sind die Schlangen plötzlich auch deutlich länger, weil so viele junge Menschen sich mit Alkohol eindecken, um den ganzen Pandemie-Wahnsinn besser zu ertragen. Die öffentlichen Plätze in meiner Nachbarschaft sind allesamt überfüllt.

Es können einem auch Flugzeugteile auf den Kopf fallen.

Mindestabstand? Maskenpflicht? Corona? Was war das nochmal? Die Jugend zeigt Corona den Stinkefinger. Was soll die ganze Panik? Warum Angst vor einem blöden kleinen Virus haben? Man kann auch im Straßenverkehr sterben. Ja, es können einem sogar Flugzeugteile auf den Kopf fallen. Ich kann die Jugendlichen gut verstehen. Bleibt abzuwarten, wie lange sie sich das noch gefallen lassen. Es ist an der Zeit ihnen etwas anzubieten bevor sie auf die Barrikaden steigen.

Auf der Münchner Hackerbrücke gibt es zurzeit keinen freien Platz.

Legalize it!

Nie war der Zeitpunkt besser, um Drogenkonsum endlich zu legalisieren. In Afghanistan bieten sich da aktuell Möglichkeiten. Anstatt sich weiterhin an dem irrsinnigen NATO-Einsatz zu beteiligen, der dem Land keinen Frieden, sondern Chaos und Zerstörung und den islamistischen Terroristen erheblichen Zulauf gebracht hat, wäre es an der Zeit die Bundeswehr endlich abzuziehen und stattdessen zivile Hilfe für den Wiederaufbau des Landes zu leisten. Das würde meinem Verständnis von „Verantwortung übernehmen“ eher entsprechen, als dem was die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer darunter versteht.

Opium für das Volk.

Aufgrund der begrenzten Möglichkeiten Afghanistans und nach gescheiterten Versuchen ihnen den Weizenanbau schmackhaft zu machen, bietet sich dort vor allem eine professionalisierte Drogenproduktion an. Nicht nur für die hochwertigen lokalen Cannabis-Produkte, sondern auch für härteren Stoff. Nirgends auf der Welt gibt es größere Schlafmohnfelder als in Afghanistan. Der Anbau stellt schon jetzt mit sechs Milliarden Euro ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes dar. Ein Vielfaches verdienen verbrecherische Organisationen damit den Schlafmohn zu Heroin, Opium und Morphin zu verarbeiten und das gefährliche Produkt über illegale Kanäle im Rest der Welt zu verteilen.

Mafia oder Pfizer, wo ist da der Unterschied?

Dabei wäre der Stoff auch auf legale Weise absetzbar. Medizinisch kontrollierte Heroin-Substitution von Suchtkranken würde die Junkies von unseren Straßen holen und die Beschaffungskriminalität eindämmen. Ganze Mafiabanden wären arbeitslos. Also nicht alle, die Pharmadealer wird es immer geben. Aber mit denen kann man ins Geschäft kommen, denn sie sind sowohl auf Cannabinoide als auch auf Opioide zur Herstellung von schmerztherapeutischen Medikamenten angewiesen. Und im Umgang mit Gangstern sind die Afghanen ja durchaus geübt.

Die Pharma-Bullen ficken uns wie Melkkühe.

Firmen wie Pfizer & Co. sind kaum skrupelloser als gewöhnliche Gangster. Sie nutzen ihre hausgemachte Impfstoffknappheit, um durch die Welt zu tingeln, wie durch einen Selbstbedienungsladen, um einen Stoff zu verkaufen, dessen Entwicklung zum großen Teil durch Steuergelder finanziert wurde. Sie genieren sich nicht Zugriff auf Auslandskonten und Staatsschätze von Drittweltländern zu fordern, um ihre Vakzin-Bestellungen zu garantieren, wie ARD-Reporter gerade am Beispiel von Peru dokumentierten. Ja, die Impfstoffhersteller haben kapiert, was das Jahr des Metall-Büffels für große Chancen bietet. Die Pharma-Bullen ficken uns wie Melkkühe.

Pfizer @work in Peru

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